Sterngartenodyssee

Natur und Umwelt

Stadt- und Regionalentwicklung

Die Sterngartenodyssee ist eine Kooperation von ökologisch wirtschaftenden Betrieben und selbstverwalteten Abnehmergruppen in Halle, Leipzig, Berlin und Potsdam. Die Höfe* und Abnehmergruppen stehen dabei in einem verbindlichen Verhältnis. Die Gruppen beziehen Lebensmittel von den Höfen und gleichen das ihrerseits mit finanziellen Beiträgen und Teilnahme bei der praktischen Arbeit aus. Ganz wichtig ist: Das Verhältnis der Gruppen und ihrer Teilnehmer ist selbstbestimmt. Die Gruppen haben eine Reihe von Aufgaben zu erfüllen (Mitglieder- und Finanzverwaltung, Organisation von Helfern), unterliegen aber in der Vorgehensweise, auch bezüglich ihrer Größe, keinerlei Vorgaben. Welches Verhältnis der Einzelne zu den Höfen hat ist absolut frei. Eine persönliche Verbindung zum Lande ist in unserer Zeit allgemeines Bedürfnis und für die Entwicklung der Landwirtschaft von großer Bedeutung. Die Sterngartenodyssee möchte das unterstützen.

Bei der Sterngartenodyssee geht es um Folgendes:

Transparenz: Wirtschaft ist Dienst an der Allgemeinheit. Innerhalb der Gemeinschaft sollen Vorgänge und Preise für jeden nachvollziehbar sein.
Solidarität: Gegenseitige Unterstützung aller Art. Das bedeutet z.B. praktische Mithilfe auf den Höfen, aber auch gemeinschaftliches Einstehen für Leute mit wenig Geld. Es erwartet außerdem niemand Arbeitseinsätze von Leuten, die das ob ihres Alters nicht können (etc.)
Offenheit: Wer sich einbringen will, ist willkommen. Wir wollen nicht Privilegien schaffen, sondern möglichst viele Menschen verantwortlich an einer Versorgungsstruktur für gute Lebensmittel beteiligen. Die Arbeitseinsätze sind für jedermann offen. Auch und gerade Kinder unterliegen dabei keinem Leistungsanspruch, sondern sollen in großer Zahl, oft und immer wieder mitkommen und erleben.
Humusaufbau: Gesunde Lebensmittel gehen nur aus einem gesunden Boden hervor. Ohne eine wirkliche Verbesserung der Böden wird das nicht möglich sein. Die Sterngartenodyssee setzt sich den tatsächlichen Boden(Humus-)aufbau zum verbindlichen Ziel.

Teilnahme heißt konkret:

1. Wer mitmachen will, sucht sich eine Gruppe oder gründet eine.
2. Die Gruppe bestimmt einen verantwortlichen Vertreter und organisiert Verteilung, Beiträge und Helfer für die Arbeitseinsätze.
3. Die Teilnahme ist mit einem monatlichen Beitrag von 80 € verbunden und umfasst die Versorgung mit Gemüse, Obst und Saft. Lieferung ist wöchentlich. Von Weihnachten und Dreikönig wird nicht geliefert. Danach bis Ende Mai ist die Lieferung zweiwöchentlich. Liefertag ist der Donnerstag.
4. Der Einzelne sollte sich auf mindestens 3 Tage im Jahr für die Mitarbeit auf den Höfen einrichten. Die jeweilige Gruppe hat gemäß ihrer Teilnehmerzahl ein Kontingent an Helfern zu stellen. Allerdings ist diese Aufgabe im ersten Jahr des Projekts oder bis zu einer Teilnehmerzahl von 200 nicht zwingend.
5. In Zukunft soll auch die Auslieferung Gemeinschaftsaufgabe sein, die mit rotierender Verantwortlichkeit durch die Gruppen geleistet wird.
6. Die Gruppenvertreter bilden ein Gremium, in dem Angelegenheiten des ganzen Projekts beraten werden. Die Vertreter müssen ihre Gruppen so vertreten können, dass der Vertreterkreis auch entscheidungsfähig ist, ggf. nach Rücksprache mit den Gruppen.
7. Die gegenwärtigen Strukturen und Regelungen sind vorläufig und werden für die Zukunft aus der Gemeinschaft heraus gemäß den Bedürfnissen und Erfordernissen um- bzw. neugestaltet.

*Hof hier stellvertretend für jegliches Unternehmen, das, wenn auch vielleicht ohne Land und Status, als Erzeuger an der Kooperation beteiligt ist.

Kontaktdaten

Sterngartenodyssee
Robert - Blum - Straße 7
06114 Halle (Saale)
http://www.sterngartenodyssee.de
E-Mail: kontakt-halle@sterngartenodyssee.de
AnsprechpartnerIn: Magdalena Gatznet